Rezension zum 14. Jahresfest des schwarzen Kreises
Im lieblichen Waldtal Wassergspreng im Bezirk Mödling, weit ab vom Lärm der Stadt, von der Natur verborgen vor den Blicken Außenstehender, fand auch dieses Jahr wieder das Jahresfest des schwarzen Kreises statt.
Wie jedes Jahr feierten ca. 150 Abenteurer gemeinsam das Bestehen des Schwarzen Kreises, einer Larp-Söldnergruppe, die weithin nicht nur für die effektive Bekämpfung von Untoten, Dämonen und anderen Bedrohungen im Land Whenua, sondern auch für ihre ausschweifenden Feierlichkeiten bekannt ist.
So war das diesmal viertägige Fest nicht nur von klassischen Events wie der Angelobung neuer Kreismitglieder und dem bereits legendären Brandweinfrühstück geprägt, bei dem der Name Programm ist, sondern man wurde auch durch ein Turnier mit vielfältigen Spielen unterhalten, wo man am Riesen-Jenga, Eierschupfen und Zwergenwerfen und vielem anderen teilnehmen konnte. Bei einem der Wettbewerbe, dem erotischen Töpfern, entstanden sehr interessante Objekte, die Einblick in die teilweise verblüffenden erotischen Gedanken der Charaktere boten und die dann von einer Jury prämiert wurden. Besonders eindrucksvoll war auch der diesjährige Bardenwettbewerb, bei dem teilweise extra für dieses Fest geschriebene Lieder zum Besten gegeben wurden, zum großen Spaß der anwesenden Helden.
Wie in Whenua nicht anders zu erwarten war, blieb es nicht das ganze Fest über friedlich: Es tat sich eine Taschendimension auf, die durch ein Portal mit unserer Festwiese verbunden war. Darin befand sich ein Centari, eine böse Kreatur, die Spieler zwang, Spiele zu spielen, die ihnen oder anderen Schaden zufügen. Dieser und das offene Portal wurden immer mehr und mehr zur Bedrohung, und als schließlich sehr viele der Charaktere schwer verletzt am Boden lagen fragte sich wohl der eine oder andere, ob er dieses Fest überleben würde. Durch gemeinsame Anstrengung wurde diese Krise jedoch bewältigt, und wir konnten gemeinsam unseren Sieg feiern.
Der eine oder andere Abenteurer mag allerdings auch all die Aufregung verpasst haben, weil er in einer der zwei Tavernen zu sehr den zahlreichen leckeren Getränken zugesprochen hat und danach seinen Rausch im Schatten der Bäume ausschlafen musste.
Verköstigt wurden wir diesmal von Garum, der Koch der Taverne zum gefallenen Banner, und es gab unter anderem eine sehr leckere Lasagne mit Salat, ein anderes Mal Nudeln mit Käsesauce, eine leckere Suppe und ein Gulasch. Für vorab deklarierte Vegetarier und andere Essensbesonderheiten/Allergien gab es außerdem eigene Spezialgerichte oder Abwandlungen der Hauptspeisen. Ich fand das Essen diesmal sehr gut, und mein einziger Kritikpunkt daran ist, dass die erste Portion ziemlich klein war und man sich für die zweite Portion in einer langen Schlange wieder anstellen musste.
Übernachten konnte man in gemütlichen Mehrbettzimmern im Haus oder für einen etwas niedrigeren Beitrag in einem eigenen Zelt auf der Festwiese, und für alle standen moderne Waschräume mit Duschen zur Verfügung.
Insgesamt war es auch dieses Jahr wieder eine große Freude, am Jahresfest des Schwarzen Kreises teilzunehmen, und ich freue mich schon sehr auf das nächste!
Ayrun Iuglandis, 2025 (225 a.P.)
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